Gemeinsamer Aufruf zur NoWEF-Kampagne

Ob Clinton, Blair oder Schröder, ob Trump, Macron oder Modi: Das alljährliche World Economic Forum in Davos ist eine Ansammlung derjenigen, welche das herrschende kapitalistische Gesellschaftssystem vertreten und im Interesse desselben agieren. Es ist eine Zusammenkunft zwischen Politik und Kapital, deren Bedeutung in erster Linie in den Treffen abseits der öffentlichen Bühne zu suchen ist.

Demo in Bern. Zürich als nächstes!

Beispielhaft dafür ist die unverhohlene Freude des Schweizer Kapitals über den angekündigten Besuch von Trump und der hochkarätigen Truppe, die ihn begleiten wird. Niemand erhofft sich von seiner Präsenz ernsthaft eine bessere internationale politische Kooperation, zu gross sind die Widersprüche zwischen den verschiedenen Fraktionen der Herrschenden, es geht einzig um die ökonomischen Interessen der in Davos Anwesenden.

Das WEF und die Schweiz versuchen also, den Mächtigen dieser Welt ein ruhiges Hinterland zu bieten, in welchem sie sich ungestört austauschen können. Darum war, ist und bleibt klar, dass der antikapitalistische Protest gegen jedes WEF legitim und notwendig ist. Es ist ein Widerstand, der mittlerweile auf eine jahrzehntelange Geschichte in sich stets verändernden politischen Situationen zurückblicken kann.

Der Protest ist legitim, weil sich diejenigen in Davos treffen, welche Krise, Krieg und Zerrüttung zu verantworten haben, von der sie medienwirksam in ihrer Eigenwerbung immer reden. Er ist notwendig, weil mit der Störung der Ruhe in ihrem Hinterland tatsächlich etwas gegen das Funktionieren des kapitalistischen Systems getan werden kann.

In der allgemeinen gesellschaftlichen Polarisierung, deren Ursache in der Krise und Perspektivlosigkeit des Kapitalismus zu suchen ist, ist unser Ziel die Verbindung der Kämpfe von unten gegen dieses System und darin der Aufbau einer klaren revolutionären Position: Die Zukunft in die eigenen Hände nehmen bedingt den Sturz des Kapitalismus.

Nach der starken NoWEF-Demo am 13. Januar in Bern rufen wir für das nächste Wochenende zum NoWEF-Winterquartier in Zürich auf, zu einem gemeinsamen revolutionären Block an der NoWEF-Demo am 23. Januar in Zürich sowie zu Aktionen gegen das Forum während des WEF.

Smash WEF!

Revolutionärer Aufbau Schweiz
Revolutionäre Jugendgruppe Bern
Revolutionäres Bündnis Zürich
Revolutionäre Jugend Zürich
Reviravolta Bern
ask! – Aktion gegen Staat & Kapital
Devrimci Komünarlar Partisi / Birleşik Özgürlük Güçleri (DKP/BÖG)
Anarchistische Gruppe Bern

Anti WEF 2015

Ob mit der Aktionswoche inklusive Veranstaltungen in der Perlamode in Zürich, mit dem Winterquartier an der Kernstrasse oder dem Aktionstag in Bern, rufen wir zu einem breiten Widerstand gegen das Treffen der Elite auf. Haltet Augen und Ohren offen und beteiligt euch auf vielfältige Weise an den Aktivitäten gegen das WEF!

Anti-WEF-Winterquartier am 17. Januar in Zürich an der Kernstrasse Nr. 14!

Programm:

14 Uhr: Infos zur aktuellen Situation von Marco Camenisch

15 Uhr: Das Netzwerk „noi saremo tutto / wir werden alles sein“ berichtet über die Erfahrungen der „Antifaschistischen Karawane“, welche kürzlich die Region Donbass in der Ukraine besucht hat. (www.noisaremotutto.org)

17 Uhr: Was am WEF diskutiert wird, nimmt mit den
Freihandelsabkommen TiSA und TTIP konkrete Formen an. Doch treffen
diese heute nicht mehr auf den Widerstand einer
Globalisierungsbewegung. Wir informieren.

18 Uhr: Das Antifaschistische Rechercheteam präsentiert seine Analyse zu den verschiedenen Strömungen innerhalb der Pegida.

20 Uhr: Die Krise des Kapitalismus hält noch immer an. Auch dieses Jahr wird am Wef über Krisenbewältigung durch vermehrt regional aufgebaute und dennoch vernetzte Wirtschaftsräume diskutiert. Was bedeutet dies im globalen Kontext und welche imperialistischen Praktiken können daraus hervorgehen? Veranstaltung mit Diskussion.

Zudem verschiedene Infostände, leckeres Essen und weiteres! Die neuesten Fotos und Infos gibt dazu gibts auf https://antiwef.wordpress.com/