Communique zur Demonstration “Kapitalismus heisst Krieg – Rüstungsindustrie angreifen!”

Das Revolutionäre Bündnis Zürich hat für heute zur Demonstration in Oerlikon aufgerufen, um ein Zeichen gegen Krieg und die Schweizer Rüstungsindustrie zu setzen. In Oerlikon, beziehungsweise Zürich-Nord, befinden sich die Waffenfabriken von Rheinmetall Air Defence und der staatlichen RUAG. Ungefähr 200 Personen besammelten sich am Sternen Oerlikon und zogen lautstark durchs belebte Quartier. Es gab eine Rede zur Verbindung der Rüstungsindustrie und dem Word Economic Forum, welches in wenigen Wochen wieder in Davos stattfinden wird. Am Marktplatz wurde eine Solidaritätsbotschaft einer Frauendelegation verlesen, welche momentan in Rojava ist. Diese Region wird zu dieser Zeit vom Nato-Mitglied Türkei unter anderem mit deutschen Waffen angegriffen.

Ein grösseres Polizeiaufgebot verhinderte, dass die Demonstration vor die Tore von Rheinmetall gelangen konnte und somit zeigten sie sich bereit, die Kriegsprofiteure vor Widerstand zu schützen. Trotzdem gelang es uns, am Schluss Feuerwerk vor deren Eingang zu zünden.

Angesichts weltweit steigender Rüstungsausgaben, Krieg in Rojava und den Plänen Rheinmetalls, die Zusammenarbeit mit Ländern, welche direkt in bewaffneten Konflikte involviert sind zu verstärken: Wir werden uns sehr bald wieder die Strasse nehmen!

Krieg dem Krieg!


Hoch die internationale Solidarität!

Revolutionäres Bündis Zürich, 15. Dezember 2018

Demonstration: Kapitalismus heisst Krieg – Rüstungsindustrie angreifen!

Im vergangenen Juni beschloss der Bundesrat auf Anregung der Rüs- tungsindustrie, die Restriktionen für Waffenexporte von Schweizer Unternehmen zu lockern. Damit dürften Schweizer Rüstungsgüter auch legal in Länder exportiert werden, die in interne bewaffnete Konflikte verwickelt sind. Die Rüstungsindustrie erhoffte sich damit, neue Märkte zu eröffnen und ihren Profit zu steigern – schon heute ist die Schweiz die 14.-grösste Rüstungsexporteurin der Welt. Aufgrund des Widerstands, der sich gegen die Vereinfachung von Waffenexporten formierte, verzichtet der Bundesrat nun vorerst auf die geplante Lockerung. Dies ist aber nicht genug! Auch ohne diese Lockerung sorgen Schweizer Waffen auf der ganzen Welt für Verletzte und Tote. Nur die Lockerung der Kriegsmaterialexporte zu kritisieren, greift deshalb zu kurz: Auch gut kontrollierte und regulierte Waffenexporte, betrie- ben von profitorientierten Unternehmen, gilt es anzuprangern und zu bekämpfen. Eine humane Rüstungsindustrie kann es nicht geben. Sie existiert nur aus dem Grund, Rüstungsgüter zu verkaufen und damit Profite zu generieren. Die menschlichen Opfer, die die verkauften Rüstungsgüter fordern, sind ihr dabei egal. Innerhalb des kapitalistischen Wirtschaftssystems wird sich dies auch nie ändern, denn Profite stehen immer über Menschenleben. Waffenexporte und Profitinteressen sind daher nie vereinbar mit dem guten Leben für alle. Gehen wir deshalb auf die Strasse gegen Waffenexporte, Krieg und Kapitalismus und für eine solidarische Gesellschaft!

Schweizer Waffen, Schweizer Geld – morden mit in aller Welt!

15. Dezember um 14 Uhr beim Sternen Oerlikon in Zürich