Aktion gegen das World Web Forum in Zürich

Am 18. und 19. Januar findet die 6. Ausgabe des World Web Forum in Zürich statt. Unter dem Motto „End of Nation“ trifft sich in Oerlikon eine krude Mischung von Konzernverantwortlichen (z.B. Apple, Amazon, Alibaba, Google), Startups, Universitäten (z.B. Berkley, ETH) undgealterte Rockstars (Bruce Dickinson von Iron Maiden) um sich – wie eine Woche später auch am WEF in Davos – über Digitalisierungstrends auszutauschen. Um aufzuzeigen, dass ihre Digitalisierung letztlich nichts anderes als eine Form der Ausbeutungsinnovation mit dem Ziel der Profitsteigerung ist, haben wir heute Abend ein grosses Wandbild mit verschiedenen Botschaften angebracht. Klassenkampf 4.0 statt eure Digitalisierung.

Das World Web Forum ist eine Mischung von Netzwerktreffen und PR-Veranstaltung. Letzteres scheint in diesem Jahr, in dem die Angst vor Rationalisierungen und Entlassungen durch Digitalisierung weiter zunimmt, besonders relevant zu sein. Anders jedoch als das diesjährige Motto „End of Nation“ weismachen möchte, will man bei den Konzernen nicht wirklich auf Staat und Nation verzichten. Entsprechend darf Bundesrat Johann Schneider Amann, bevor er nächste Woche am WEF auf Trump trifft, auch in diesem Jahr wieder eine Rede halten. Und ganz so offen wie gewisse Veranstaltungen klingen (z.B. „How to free the world from bourgeois behaviour“), ist man beim World Wide Web Forum auch sonst nicht. In der Vergangenheit hielten auch die Stadtpolizei oder Veteranen der Navy Seals Vorträge, bei denen Digitalisierung ausschliesslich neue Formen der Repression und Kontrollen bedeuten.

Auch andere Gäste belegen gut, um was es dem World Web Forum und seinen AkteurInnen letztlich geht. Wenn wie im letzten Jahr VertreterInnen des WEF (Philipp Rösler) oder in diesem Jahr Grosskonzerne wie Amazon beziehungsweise dessen Cloud Anbieter Amazon Web Services Vorträge halten und sich vernetzen, dann geht es nicht um digitalisierte Formen des guten Lebens, sondern in Zeiten fallender Profite um neue Ausbeutungsmöglichkeiten. Diese bringen neue Formen der Arbeit hervor, genauso wie all die neue Technologie (z.B. im Herstellungsprozess von Hardware) weiterhin auf klassische Ausbeutungsmechanismen von Mensch und Natur angewiesen ist.

Nehmen wir die Zukunft in die eigenen Hände. Wir solidarisieren uns mit den Arbeitskämpfen bei Amazon und anderen widerständigen Momenten gegen neue Ausbeutungsmechanismen. Smash World Web Forum und WEF! Hinein in den revolutionären Block an der Smash WEF-Demo am Dienstag 23. Januar, 18:00 Helvetiaplatz.

Gemeinsamer Aufruf zur NoWEF-Kampagne

Ob Clinton, Blair oder Schröder, ob Trump, Macron oder Modi: Das alljährliche World Economic Forum in Davos ist eine Ansammlung derjenigen, welche das herrschende kapitalistische Gesellschaftssystem vertreten und im Interesse desselben agieren. Es ist eine Zusammenkunft zwischen Politik und Kapital, deren Bedeutung in erster Linie in den Treffen abseits der öffentlichen Bühne zu suchen ist.

Demo in Bern. Zürich als nächstes!

Beispielhaft dafür ist die unverhohlene Freude des Schweizer Kapitals über den angekündigten Besuch von Trump und der hochkarätigen Truppe, die ihn begleiten wird. Niemand erhofft sich von seiner Präsenz ernsthaft eine bessere internationale politische Kooperation, zu gross sind die Widersprüche zwischen den verschiedenen Fraktionen der Herrschenden, es geht einzig um die ökonomischen Interessen der in Davos Anwesenden.

Das WEF und die Schweiz versuchen also, den Mächtigen dieser Welt ein ruhiges Hinterland zu bieten, in welchem sie sich ungestört austauschen können. Darum war, ist und bleibt klar, dass der antikapitalistische Protest gegen jedes WEF legitim und notwendig ist. Es ist ein Widerstand, der mittlerweile auf eine jahrzehntelange Geschichte in sich stets verändernden politischen Situationen zurückblicken kann.

Der Protest ist legitim, weil sich diejenigen in Davos treffen, welche Krise, Krieg und Zerrüttung zu verantworten haben, von der sie medienwirksam in ihrer Eigenwerbung immer reden. Er ist notwendig, weil mit der Störung der Ruhe in ihrem Hinterland tatsächlich etwas gegen das Funktionieren des kapitalistischen Systems getan werden kann.

In der allgemeinen gesellschaftlichen Polarisierung, deren Ursache in der Krise und Perspektivlosigkeit des Kapitalismus zu suchen ist, ist unser Ziel die Verbindung der Kämpfe von unten gegen dieses System und darin der Aufbau einer klaren revolutionären Position: Die Zukunft in die eigenen Hände nehmen bedingt den Sturz des Kapitalismus.

Nach der starken NoWEF-Demo am 13. Januar in Bern rufen wir für das nächste Wochenende zum NoWEF-Winterquartier in Zürich auf, zu einem gemeinsamen revolutionären Block an der NoWEF-Demo am 23. Januar in Zürich sowie zu Aktionen gegen das Forum während des WEF.

Smash WEF!

Revolutionärer Aufbau Schweiz
Revolutionäre Jugendgruppe Bern
Revolutionäres Bündnis Zürich
Revolutionäre Jugend Zürich
Reviravolta Bern
ask! – Aktion gegen Staat & Kapital
Devrimci Komünarlar Partisi / Birleşik Özgürlük Güçleri (DKP/BÖG)
Anarchistische Gruppe Bern

Smash WEF 2018

Ende Januar trifft sich am World Economic Forum in Davos wiedereinmal die politische und wirtschaftliche Elite dieser Welt. Ihr diesjähriger Slogan lautet: “Eine gemeinsame Zukunft in einer zerrütteten Welt schaffen.” Doch wie wollen sie das tun, wenn sie diese Zerrüttung mittels Krieg und Ausbeutung selbst zu verantworten haben?

Krieg, Entlassungen, Umweltkatastrophen: Die Verantwortlichen sitzen oben. Kein Gipfeltreffen kann ihre Krise lösen. Smash WEF!

Als Auftrakt unserer Seite rufen wir zur gemeinsamen Demonstration in Bern auf. Tragen wir unseren Widerstand auf die Strasse!

Zu den Formen unseres Widerstands gehört wie jedes Jahr auch ein Politwochenende. Es gibt zwei Tage lang spannende Veranstaltungen, Essen&Trinken, Bücherstände, Siebdruck und mehr. Kommt vorbei!