Kein Fussbreit der rechten Hetze!

Auch dieses Jahr scheinen sie es noch nicht begriffen zu haben:

Die AbtreibungsgegnerInnen!

Bereits zum vierten Mal soll am 14. September in Zürich der „Marsch für‘s Läbe“ stattfinden, ein Aufmarsch christlicher AbtreibungsgegnerInnen.

Auch diesmal wehren wir uns. Wir haben keinen Bock auf reaktionäre Christen und verlogene Moralpredigten. Verteidigen wir das Recht auf selbstbestimmte Entscheidung!

Kommt alle am Samstag 14. September 2013 zum Turbinenplatz in Zürich!

Aufruftext zur Mobilsierung gegen den “Marsch fürs Läbe 2012”

Abtreibung ist Frauenrecht

Mit Lärm und Sünde gegen den Aufmarsch rechter Christen

Der Spuk hört nicht auf: Bereits zum dritten Mal soll am 15. September 2012 in Zürich der „Marsch fürs Läbe“ stattfinden, ein Aufmarsch christlicher AbtreibungsgegnerInnen. Organisationen vom rechten Rand der Landes- und Freikirchen rufen zum Marsch auf. Mit ihren Kampagnen vermitteln diese Gruppen ein durch und durch reaktionäres Frauenbild: Die Frauen sollen in ihrer Rolle als fürsorgliche Mütter ganz aufgehen, brav zuhause bleiben, die Familie ehren, fleissig Kinder gebären, weil das der liebe Gott so für sie vorgesehen habe. Dass Frauen ihr Leben selber in die Hand nehmen und auch selbstbestimmt über eine Mutterschaft entscheiden, das kommt für die AbtreibungsgegnerInnen nicht in Frage. Zu dieser muffigen Geschlechterpolitik kommen immer wieder auch offen rassistische und völkische Töne: Das diesjährige Motto des Aufmarsches („100’000 Kinder fehlen“), will uns allen Ernstes vor dem Zerfall des Schweizerischen Volkskörpers warnen.

Dieser Aufmarsch macht es deutlich: Frauenrechte sind noch immer hart umkämpft. Noch immer müssen wir die Errungenschaften der Frauenbewegung gegen reaktionäre Kräfte verteidigen. Die Propaganda der AbtreibungsgegnerInnen will uns glauben machen, dass Abtreibungen mit Verboten und mit christlicher Moral aus der Welt geschafft werden könnten. Das ist reiner Unsinn: Dass Frauen in die Situation kommen, ein Kind nicht haben zu wollen oder zu können, kam vor hundert Jahren vor, kommt heute vor und wird auch in hundert Jahren noch vorkommen. In der Schweiz war denn auch die Zahl der Abtreibungen zu Zeiten des Abtreibungsverbots nicht kleiner als heute; die Abtreibungen fanden einfach unter mieseren Bedingungen statt. Ein Abtreibungsverbot schafft Abtreibungen also nicht aus der Welt, es kriminalisiert sie nur. Die Folgen sind Pfuscherei, Selbstabtreibungen, Zwangsgeburten, massiver finanzieller und moralischer Druck für die Betroffenen. Beim Recht auf Abtreibung geht es also nicht nur um Selbstbestimmung; die Ermöglichung medizinisch seriöser Schwangerschaftsabbrüche und ideologiefreier Beratung bedeutet auch einen Schutz der körperlichen und psychischen Gesundheit von Frauen.

Der „Marsch fürs Läbe“ ist keine Randerscheinung: Die christliche Rechte ist auf dem Vormarsch, auch das politische Klima insgesamt verschiebt sich in der aktuellen Krise weiter nach rechts. Die Angriffe auf die Frauenrechte, die rassistische Hetze, der konservative Mief, das alles gehört zur kapitalistischen Krise wie die Fliegen zum Scheisshaufen. Darum muss auch der Widerstand gegen die rechte Hetze ein Widerstand sein, der ums Ganze geht. Wir pfeifen auf die familiären Werte der AbtreibungsgegenerInnen und auf ihre verklemmte Sexualmoral. Ob Kinder oder keine, entscheiden wir alleine! Wann, wo und mit wem wir Sex haben, ebenso. Gegen rechte Hetze! Abtreibung ist Frauenrecht!

Film und Infoveranstaltung: Freitag, 7. September 2012, 20:00 Volkshaus Zürich

Gegenkundgebung: 15. September 2012, 14:00 Uhr, Münsterhof Zürich

Abtreibung ist Frauenrecht! Mit Lärm und Sünde gegen den Aufmarsch rechter Christen!

Sie haben es immer noch nicht begriffen: Bereits zum dritten Mal soll am stattfinden, ein Aufmarsch christlicher AbtreibungsgegnerInnen. Auch diesmal wehren wir uns. Wir haben keinen Bock auf reaktionäre Christen und verlogene Moralpredigten.

Verteidigen wir das Recht auf selbstbestimmte Entscheidung!

Keinen Meter Strasse dem christlichen Fundamentalismus!

Ob Kinder oder keine, entscheiden wir alleine!