Day of Action: Marco-Urbaniok-AstraZeneca

Heute am 5. Februar 2013 ist internationaler Tag der Solidarität mit Marco Camenisch. Heute am 5. Februar ist gleichzeitig aber auch internationaler Aktionstag gegen den Pharmamulti AstraZeneca. Diese beiden Kämpfe verbindet jedoch mehr als ein blosses Datum.

Marco 1 : Urbaniok 0

Ursprünglich hätte es heute am 5. Februar an der Zürcher Volkshochschule zu lautstarken Protesten gegen den Auftritt des obersten Knast Psychiaters Frank Urbaniok kommen sollen. Da Urbaniok sich die Hosentaschen diesmal jedoch nicht durch dubiose Geschäfte füllte, sondern den “Schiss” in die Hosen bekam, zog er es vor, seinen Vortrag klangheimlich schon zwei Wochen früher abzuhalten. Die im Vorfeld angekündigte Runde “Marco Camenisch vs. Urbaniok” geht somit an den Anarchisten, welcher seit über 20 Jahren vom bürgerlichen Staat in politischer Gefangenschaft gehalten wird und welcher endlich entlassen werden muss!

Urbaniok: Handlanger der Pharmaindustrie

Urbaniok geriet in den letzten Monaten verschärft auch in öffentliche Kritik: der Chefpsychiater des kantonalen Justizvollzugs in Zürich beitreibt innerhalb seines staatlichen Dienstes eine eigene Firma – die Profecta AG -, welche tatkräftig von Pharmafirmen gesponsert wird. Urbaniok wiederum verschreibt deren Medikamente (zwangsmässig) an seine Klienten. Unter Urbanioks Geldgebern findet sich auch der Pharmamulti AstraZeneca. Der global tätige Konzern ist der Hauptsponsor des jährlich stattfindenden internationalen Symposiums der forensischen Psychiatrie, dessen Veranstalter an vorderster Front auch Frank Urbaniok ist.

Freedom for the AstraZeneca Beagles!

Das Unternehmen AstraZeneca steht in Schweden derzeit unter Beschuss der Tierbefreiungsbewegung. Der Konzern ringt mit Umsatzeinbussen und sieht sich gezwungen zwei seiner Zucht- und Tierversuchseinrichtungen zu schliessen. Für 400 Beagles hat das Unternehmen in Schweden deswegen keine profitable Verwendung mehr. Anstatt aber die dortig gequälten und ausgebeuteten Hunde in die Obhut von TierrechlerInnen zu geben, versucht der Konzern auch noch die letzten Moneten aus den Tieren auszupressen. So steht AstraZeneca zurzeit mit HLS in Kontakt, um die 400 Beagles nach England an das grösste europäische Tierversuchslabor abzutreten. Wie viele andere Labore hat auch HLS zunehmend Mühe an neue Versuchstiere zu kommen. Nicht zuletzt durch die organisierten antikapitalistischen Kämpfe der Tierbefreiungsbewegung, welche Zuchtkonzerne von Versuchstieren und Logistikunternehmen wie Fluggesellschaften zum Einstellen ihrer blutigen Geschäftspraktiken bringen.

Wir haben am heutigen Aktions- und Solidaritätstag in Zug, am Gebäude des Schweizer Sitzes von AstraZeneca, ein Transparent in Solidarität mit Marco Camenisch und in Unterstützung des Kampfes in Schweden für die Freigabe der 400 Beagles durch AstraZeneca gehängt.

Für die Befreiung von Mensch und Tier!

Freedom for the AstraZeneca Beagles!
Freiheit für Marco Camenisch!

Veranstaltung zu Marco Camenisch

Im Rahmen der aktuellen Anti-WEF Kampagne findet am Montag, 21. Januar 2013 um 19 Uhr im Volkshaus in Zürich eine Veranstaltung zu:

“Marco Camenisch vs. Urbaniok” statt:

Die internationale Verschärfung gegen ungebrochene politische Gefangene, warum kommen sie nicht raus, wer spielt welche Rolle bei Marco:

DISKUSSION MIT ANWALT BERNARD RAMBERT

mit Ausstellung zu Marcos Geschichte von ital. AnarchistInnen

Gemeinsam gegen den Auftritt Urbanioks an der Volkshochschule (Universität) am 5.Febaruar 2013.

Knastspaziergang Lenzburg – Freiheit für Marco!

Wir sind heute kämpferisch und entschlossen mit 50 Personen durch die Lenzburger Innenstadt vom Bahnhof zum Knast gelaufen. Anlass dafür ist das nicht gegebene Drittel auf Bewährung. Während in der Regel nach zwei Drittel der Knastzeit das letzte Drittel auf Bewährung erlassen wird, ist dies bei Marco aus politischen Gründen verweigert worden.

Am Bahnhof besammelte sich der Knastspaziergang trotz einer grossen Bullenpräsenz. Diese versuchte mit Personenkontrollen die Leute von der Teilnahme an der Demo abzuhalten – es gelang ihnen nicht. Die Demo zog darauf vom Bahnhof aus los, dabei wurden verschiedene Parolen gerufen und Reden gehalten. Die Bullen liefen Spalier, die Demo ignorierte sie. Vor dem Knast wurde Marco herzlich gegrüsst und Reden betonten die Bedeutung unserer Solidarität angesichts ihrer Repression. Feuerwerk machte zusätzlich auf den Spaziergang aufmerksam und flogen über die Knastmauern. Parolen-rufend zog die Demo zurück zum Bahnhof und wurde dabei von der lokalen Bevölkerung solidarisch begrüsst.

Im Moment steht bei Marco das nicht-gegebene Drittel im Zentrum. Während üblicherweise Gefangene nach zwei Drittel ihrer Haft auf Bewährung entlassen werden, ist dies bei Marco abgelehnt worden. Zum einen, weil ihm die Vorbedingungen für eine derartige Entlassung verweigert werden. Ein bewachter Hafturlaub wird nicht zugelassen, denn er denkt „die Gesellschaft ist im Krieg“. Angesichts der weltweiten Situation keine falsche Behauptung. Zum anderen wird ihm das Drittel verweigert, weil er nach wie vor ein politischer Militanter ist, der sich auch ausserhalb des Knastes einmischt und beteiligt. Kurz: Der einzige Grund, warum er nicht rauskommt, ist seine ungebrochene revolutionäre Identität.

Auch am diesjährigen 1. Mai werden die kämpfenden Gefangenen sowohl am Wochenende vor dem 1. Mai auf dem revolutionären Treff wie auch am 1. Mai im Block und auf dem Treff präsent sein. Wir wollen ihre Kämpfe auf die Strasse tragen und für ihre Freiheit kämpfen!

Freiheit für alle politischen Gefangenen
Unsere Solidarität gegen ihre Repression
Gegen die Angriffe von oben – weltweit kämpfen!

Revolutionäres Bündnis Region Zürich, 21.4.2012