NoWEF-Demo

revolutionär.ch

NO FUTURE FOR CAPITALISM – NOWEF DEMO

„Gemeinsame Zukunft entwickeln in einer brüchigen Welt“ etwa so lässt sich das diesjährige Motto des Weltwirtschaftsforum in Davos übersetzen. Einmal mehr inszenieren sich einige wirtschaftliche und politische Führer*innen als Retter*innen der Welt.
Flüchtlingsbewegungen, Krise der Demokratie, Unterdrückung der Frau und die Gefahr wachsenden Nationalismus werden vom WEF als Probleme erkannt. Die Lösung soll die Stärkung der globalen Weltpolitik sein. Kritisch wird erkannt, dass es den selbsternannten Eliten seit der letzten grossen Finanzkrise 2008 noch nicht gelungen ist, wieder Vertrauen in die Demokratie und den Kapitalismus herzustellen.

Vielmehr haben sich die Probleme verschärft und es lässt sich kaum mehr von ihnen ablenken. Flüchtlingsströme nehmen unter anderem deswegen zu, weil die Ausbeutung von Ländern im Globalen Süden kontinuierlich zunimmt. Viele der am WEF anwesenden Konzerne und Staaten sind dafür mitverantwortlich.
Verschiedene Partnerorganisationen des WEFs beteiligen sich am Erwerb von Ackerflächen, welche den lokalen Bäuer*innen weggenommen werden. Diese werden durch das sogenannte Landgrabbing vom erwirtschafteten Reichtum ausgeschlossen und verlieren ihre Lebensgrundlage.
Am WEF präsente Konzerne, welche diese Profite einstreichen, sind beispielsweise die Deutsche Bank, die Credit Suisse oder auch BlackRock. Mit Nestlé ist auch jener Konzern vertreten, welcher mit der Privatisierung von Wasserquellen für das Elend vieler Menschen verantwortlich ist, die sich das Wasser anschliessend nicht mehr leisten können. Allen voran investiert China, dessen Präsident letztes Jahr am Wef als Sprecher auftrat, durch verschiedene Staatskonzerne in neo-koloniale Projekte in Afrika und treibt die Verarmung der Betroffenen weiter voran.
Bei diesem Elend nimmt jedoch gerade auch die Schweiz eine zentrale Rolle ein. Rohstoffkonzerne wie Glencore, der oben genannte Nahrungsmittelkonzern Nestlé aber auch Energiekonzerne wie Addax haben ihre Hauptsitze hier. Hinzu kommen eine Vielzahl an Banken und Anlagefonds, die aus der Schweiz heraus in Landgrabbing investieren.
Auch vom Internationalen Währungsfonds (IWF) fliessen grosse Summen an Firmen, welche im Globalen Süden ihre Geschäfte auf Kosten der lokalen Bevölkerung machen. Der IWF ist mit Christine Lagarde gar im Co-Vorsitz des Treffens in Davos vertreten.

Gleichzeitig werden die Reichtümer in den wohlhabenden Ländern massiv abgeschottet. So werden die Aussengrenzen der EU, von Australien, den USA usw. militärisch abgeriegelt, wodurch tausende Menschen sterben. Kriege werden mit grossem Einsatz und neuer technischer Perversionen vorangetrieben. Imperialistische Kriege werden im Nahen Osten ausgetragen. So finden sich beispielsweise die USA, Türkei und Russland auf Syrischem Boden in gegnerischen Lagern wieder. Am WEF können sich Vertreter*innen von kriegstreibenden Staaten auch mit solchen von Unternehmen austauschen, welche durch die Aufrüstung mitverdienen.
Einige Beispiele von Partnern, die durch den Krieg profitieren, sind ABB (Instrumente zur Zielerfassung und Aufklärung), Volkswagen (Panzergetriebe durch Beteiligung an Renk), DHL (Logistik für die Bundeswehr) oder Technologiekonzerne wie Microsoft, IBM (Software zur militärischen Anwendung). Chinesische Konzerne haben eine grosse Menge der Waffen hergestellt, die der Islamische Staat nutzte und Saudi Arabien führt einen blutigen Krieg im Jemen.
Dabei wird ersichtlich, dass niemand am WEF ein wirkliches Interesse daran hat, Krieg zu bekämpfen. Vielmehr sind sie Mitverantwortlich für Elend, Vertreibung und Mord.
Ebenso zynisch ist die Kritik des WEF am Nationalismus. Dieser keimt auf, da sich die jeweiligen Staaten im globalen Konkurrenzkampf unter Druck sehen. Es wird auf die nationale Einheit geschworen und die Grenzen dicht gemacht. Alles in der Hoffnung, der eigene Staat könne wirtschaftliche Krisen abwenden. Brexit, Erdogan, die AFD und die AltRight Bewegung sind nur einige Beispiele dafür. Viele rechtspopulistische Bewegungen und Parteien wissen grosse Teile des Kapitals hinter sich und auch nationalistische Politiker*innen werden am WEF wie auch schon in den letzten Jahren anwesend sein.

Diese Probleme können nicht von ihren Verursachern behoben werden. Kapitalismus und seine Politik stehen dem Abgrund nahe und die Staaten sind bereit, Veränderungen mit viel Gewalt zu verhindern. Progressive Bewegungen, welche die Probleme an ihren Wurzeln packen wollen, werden weltweit verboten und bekämpft.
Lasst uns also sinnlose Konkurrenzkämpfe untereinander beenden und gemeinsam Ausbeutung und Unterdrückung bekämpfen.

Es liegt an uns, Alternativen zu dieser gewaltsamen, unsolidarischen und egoistischen Gesellschaft zu schaffen!

Es liegt an uns, revolutionäre Perspektiven zu schaffen und für radikale Veränderungen einzutreten!

NO FUTURE FOR CAPITALISM
UNITE GLOBAL STRUGGLES

Filmabend gegen das WEF – Nr. 1

Wir zeigen im Kinosaal des besetzten Koch-Areals als Einstieg in die Smash-WEF-Zeit einen selber zusammengestellten Video mit verschiedenen Beiträgen um die Geschichte und Vielfältigkeit der Anti-WEF-Bewegung.

Kommt vorbei!

Es gibt Infos zu dem Mobilisierungen gegen das WEF und eine Solibar.

Schluss mit dem Profit auf Kosten von Mensch, Tier und Natur! Heraus zum 1. Mai!

Die Fleischindustrie verkörpert exemplarisch den umfassenden Bereicherungstrieb, der in der kapitalistischen Produktionsweise herrscht. Krankmachender Leistungsdruck und miese Löhne, Tiermord am Fliessband und schonungsloser Raubbau an der Erde bilden die Grundlagen des tagtäglichen Geschäfts. Damit aus dem Kapital der Fleischunternehmer mehr Kapital wird, werden systematisch Lohnarbeiter ausgebeutet und Tiere zu Waren gemacht. Wir haben die Fleischindustrie satt und genug von der kapitalistischen Barbarei! Deshalb rufen wir dazu auf, am 1. Mai gemeinsam auf die Strasse zu gehen und für eine ökologische und sozialistische Gesellschaft ohne Schlachthäuser zu kämpfen! Macht mit bei den Protesten und kommt ans Polit-Programm. Dieses Jahr gibt es u.a. ein Infozelt gegen die Schweizer Fleischindustrie, den Vortrag “Rebellion als Massenbetrug” und die CH-Filmpremiere “Losgelöst von allen Wurzeln…”.

Mehr Infos:

Mobivideo: https://www.youtube.com/watch?v=h5hY3v9JNgU Aufruf und Programm: http://www.tierrechtsgruppe-zh.ch/?p=4093

Gegen das WEF 2014!

Auch dieses Jahr regt sich der revolutionäre und antikapitalistische Widerstand gegen das Word Economic Forum 2014 in Davos!

Hier erfährst du was wo läuft!

Winterquartier zum WEF 2014 in Zürich

Schickt eine SMS mit “Gruppe Start Winterquartier” an 9292, um zu gegebener Zeit den Ort für das Winterquartier 2014 zu erfahren!

Freitag 17. Januar

19 Uhr Eröffnung

19.30 Uhr RJZ presents: Bollywood-Film zur Revolution in Indien. Mit viel Action, Romantik und Undercover-Agenten führt uns der Bollywood-Streifen „Chakravyuh – A War You Cannot Escape“ (2012) zum aktuellen Krieg des indischen Staates gegen die maoistische Guerilla.

 

Samstag 18. Januar

13 Uhr Einleitung

Hausbesetzungen: So wie So?

Besetzungen nehmen ungefragt Raum ein. Legale Zwischennutzungen sind Versuche, solche Impulse zu zu kontrollieren – gerade auch in Wolffs Zürich. Eine Diskussion zur Perspektive des Raum-Nehmens. Mit einer Aktivistin der Autonomen Schule Zürich, Besetzern aus Zürich und einem Mitglied des revolutionären Aufbaus.
Repression? Solidarität!

Die Krise dreht ihre Runden, die Repression verändert sich. Was bedeutet politische Solidarität und revolutionäre Antirep-Arbeit in dieser Situation? Ein Austausch aufgrund der NT-Areal- und 1. Mai ’13-Erfahrungen (drinnen und draussen). Zudem: Informationen zu Marco und Andi.

18 Uhr Essen

20 bis 21.30 Uhr Stadtentwicklung und Aufstandsbekämpfung, wir wollen uns dem Thema aus drei Richtungen annähern:

  • 2050 werden dreiviertel der Weltbevölkerung in Städten leben.
  • Wie erfolgt die Akkumulation des Kapitals durch die Urbanisierung?
  • Zurück zum Aufstand in den Städten

Die Bar ist während und nach den Veranstaltungen geöffnet, danach wird für Musik gesorgt. Den ganzen Samstag gibt es Workshops zur Herstellung von Schablonen und anderen wichtigen Politutensilien! Siebdruck sowie Plakatausstellungen stehen auch auf dem Programm.

Ansonsten heisst es: Kommt vorbei, nehmt Material mit und werdet praktisch! Raum hat es genug! Regelmässige Updates auf www.aufbau.org und www.indymedia.ch

 

Auch in Bern läuft einiges!

20.01.2014 – Gegen das WEF und den Kapitalismus – Transparente und Farbe an die Wände, überall den ganzen Tag

21.01.2014 – Themenabend zu Repression: Vortrag und Kino

22.01.2014 – “Wir löffeln die Suppe nicht aus!” No WEF Suppe essen, ab 18Uhr Bahnhofplatz Bern

23.01.2014“1,2 oder 3, letzte Chance Vorbei”, das Spiel gegen das WEF, ab 19Uhr, Bahnhofplatz Bern

Konzert “Holger Burner” und local Acts, Bahnhofplatz Bern 20 Uhr

25.01.2014 – NoWEF Rally, ganze Stadt Bern, ab 14Uhr

Anti-WEF Aktionstage vom 18. bis 27. Januar

Die überregionale Aktionswoche gegen das Wold Economic Forum
2013 beginnt mit mehreren Veranstaltungen (und mehr) in der
Binz in Zürich (Üetlibergstr. 111)!

Freitag , 18. Januar
19-21h
WEF und Krise des Kapitalismus – Das WEF in der Krise. Ein
Spiegelbild des maroden, perspektivenlosen Zustands des
Kapitalismus.
Vom WEF nach Südeuropa (Griechenland und Italien) und zurück.
Veranstaltung mit zwei Gästen aus dem griechischen Widerstand.

Samstag, 19.Januar
15-17h
WEF und Stadtentwicklung BINZ bleibt BINZ! Von der aktuellen
Situation bis zur Räumung. Verbindung zwischen WEF, Kapitalexport
und der Stadtentwicklung am Beispiel der Übernahme von Steiner
durch indischen Immobilieninvestor.

18-20h
Repression: Angriff und Schutz Zwischen Aussageverweigerung,
Strafbefehlen und abgekürzten Verfahren: Ein Widerspruch? Was tun ?
Spiess umdrehen! Diskussion mit Anwalt Marcel Bossonet und Betroffenen.
Tipps und Tricks zur Repression auf der Strasse. Samstag 19.1. Film:
9 Tage hinter den Barrikaden Als 1987 in Kopenhagen ein besetztes
Haus geräumt werden soll, kämpfen die BewohnerInnen neun Tage lang dagegen.

Ab 20.30h Konzert, mit 99% wahrscheinlichkeit Live: Dä Pöbel, Wrung $ Kid, Melodisinfonie und den DJs: Lazy Mood, Vatsgoed & Fez Momo

Durchgehend:
Austausch, Transpimalen, Infos, Essen, Trinken, …
Austellung zu Marcos Geschichte von italienischen AnarchistInnen.

Das Anti-WEF-Programm in Basel: Vom WEF nach Südeuropa
und zurück. Veranstaltung mit zwei Gästen aus dem griechischen
Widerstand. Samstag 19. Januar, 19h, Gewerkschaftshaus Basel

Montag 21. Januar 19h Volkshaus Zürich
Marco vs. Urbaniok. Die internationale Verschärfung gegen ungebrochene
politische Gefangene, warum kommen sie nicht raus. Wer spielt welche
Rolle bei Marco: Diskussion mit Anwalt Bernard Rambert.

Gemeinsam gegen den Auftritt Urbanioks an der Volkshochschule
(Universität Zürich) am 5. Februar.

www.aufbau.org www.rjz.ch www.binzbleibtbinz.ch

Aufruftext zur Mobilsierung gegen den “Marsch fürs Läbe 2012”

Abtreibung ist Frauenrecht

Mit Lärm und Sünde gegen den Aufmarsch rechter Christen

Der Spuk hört nicht auf: Bereits zum dritten Mal soll am 15. September 2012 in Zürich der „Marsch fürs Läbe“ stattfinden, ein Aufmarsch christlicher AbtreibungsgegnerInnen. Organisationen vom rechten Rand der Landes- und Freikirchen rufen zum Marsch auf. Mit ihren Kampagnen vermitteln diese Gruppen ein durch und durch reaktionäres Frauenbild: Die Frauen sollen in ihrer Rolle als fürsorgliche Mütter ganz aufgehen, brav zuhause bleiben, die Familie ehren, fleissig Kinder gebären, weil das der liebe Gott so für sie vorgesehen habe. Dass Frauen ihr Leben selber in die Hand nehmen und auch selbstbestimmt über eine Mutterschaft entscheiden, das kommt für die AbtreibungsgegnerInnen nicht in Frage. Zu dieser muffigen Geschlechterpolitik kommen immer wieder auch offen rassistische und völkische Töne: Das diesjährige Motto des Aufmarsches („100’000 Kinder fehlen“), will uns allen Ernstes vor dem Zerfall des Schweizerischen Volkskörpers warnen.

Dieser Aufmarsch macht es deutlich: Frauenrechte sind noch immer hart umkämpft. Noch immer müssen wir die Errungenschaften der Frauenbewegung gegen reaktionäre Kräfte verteidigen. Die Propaganda der AbtreibungsgegnerInnen will uns glauben machen, dass Abtreibungen mit Verboten und mit christlicher Moral aus der Welt geschafft werden könnten. Das ist reiner Unsinn: Dass Frauen in die Situation kommen, ein Kind nicht haben zu wollen oder zu können, kam vor hundert Jahren vor, kommt heute vor und wird auch in hundert Jahren noch vorkommen. In der Schweiz war denn auch die Zahl der Abtreibungen zu Zeiten des Abtreibungsverbots nicht kleiner als heute; die Abtreibungen fanden einfach unter mieseren Bedingungen statt. Ein Abtreibungsverbot schafft Abtreibungen also nicht aus der Welt, es kriminalisiert sie nur. Die Folgen sind Pfuscherei, Selbstabtreibungen, Zwangsgeburten, massiver finanzieller und moralischer Druck für die Betroffenen. Beim Recht auf Abtreibung geht es also nicht nur um Selbstbestimmung; die Ermöglichung medizinisch seriöser Schwangerschaftsabbrüche und ideologiefreier Beratung bedeutet auch einen Schutz der körperlichen und psychischen Gesundheit von Frauen.

Der „Marsch fürs Läbe“ ist keine Randerscheinung: Die christliche Rechte ist auf dem Vormarsch, auch das politische Klima insgesamt verschiebt sich in der aktuellen Krise weiter nach rechts. Die Angriffe auf die Frauenrechte, die rassistische Hetze, der konservative Mief, das alles gehört zur kapitalistischen Krise wie die Fliegen zum Scheisshaufen. Darum muss auch der Widerstand gegen die rechte Hetze ein Widerstand sein, der ums Ganze geht. Wir pfeifen auf die familiären Werte der AbtreibungsgegenerInnen und auf ihre verklemmte Sexualmoral. Ob Kinder oder keine, entscheiden wir alleine! Wann, wo und mit wem wir Sex haben, ebenso. Gegen rechte Hetze! Abtreibung ist Frauenrecht!

Film und Infoveranstaltung: Freitag, 7. September 2012, 20:00 Volkshaus Zürich

Gegenkundgebung: 15. September 2012, 14:00 Uhr, Münsterhof Zürich