Wir bleiben alle! Communiquée zum zweiten demonstrativen Stadtspaziergang am 23.3.2013

Wir haben für Samstagnachmittag zu einem Stadtrundgang gegen die Quartieraufwertung aufgerufen. Die Mobilisierung stand in Kontinuität mit mehreren Aktionen und Demonstrationen, die in den letzten Monaten den Widerstand gegen die soziale Vertreibung und die Repression auf die Strasse trugen. Unserem Aufruf folgten Leute aus verschiedenen Städten. Die Polizei war von Anfang an mit martialischem Auftritt im Quartier unterwegs und setzte alles daran, den Spaziergang zu verhindern. Wir verzichteten daher auf den Rundgang und führten stattdessen eine Kundgebung auf der Bäckeranlage und ein Konzert auf dem Kanzleiareal durch. Die Leute liessen sich nicht einschüchtern. Die Anliegen der BewohnerInnen dieser Stadt lassen sich nicht mit Polizeigewalt wegdrücken.

Die Aufwertung ist ein Angriff auf die proletarischen Quartiere. Viele, die jahrelang hier gelebt haben, können sich die Mieten nicht mehr leisten, die Leute werden im grossen Stil verdrängt. Und in den neuen oder sanierten Häusern richtet sich eine städtische Oberschicht ein und geniesst ihr urbanes Lebensgefühl. Alle, die nicht ins aufgewertete Stadtbild passen – MigrantInnen, SexarbeiterInnen oder Jugendliche, die ihr Bier draussen trinken wollen, weil die Clubs zu teuer sind – werden von der Polizei oder von privaten Sicherheitsleuten endlos schikaniert. Die Sanierung der Weststrasse, die Luxusprojekte an der Neufrankengasse oder die potthässliche Europaallee sind drei weitere Etappen in diesem Umbau der Innenstadt. Und auch im Seefeld, dem klassischen Schauplatz der Gentrifizierung, geht es bis heute weiter: Gerade vor zwei Tagen wurden dort auf einen Schlag fast neunzig MieterInnen aus ihren Wohnungen geworfen. Sie müssen Platz machen für teure Schikimikiwohnungen.

Die Umstrukturierung der Innenstadt ist keine zwangsläufige Entwicklung, Widerstand dagegen ist möglich. Auf der internationalen Ebene zeigt sich, dass viele Leute sich die Angriffe auf ihre Lebensbedingungen nicht gefallen lassen. So hat sich beispielsweise in zahlreichen italienischen und griechischen Städten eine breite Bewegung gegen Zwangsräumungen formiert. Auch in Zürich regt sich Widerstand. Aktuell wehren sich zum Beispiel die besetzte Binz und die Autonome Schule Zürich gegen die Räumung. Wir solidarisieren uns mit ihren Kämpfen und Anliegen.

Gegen Vertreibung und Repression – Wir bleiben alle!
Freiräume erkämpfen!

Heraus zum 1. Mai!

Day of Action: Marco-Urbaniok-AstraZeneca

Heute am 5. Februar 2013 ist internationaler Tag der Solidarität mit Marco Camenisch. Heute am 5. Februar ist gleichzeitig aber auch internationaler Aktionstag gegen den Pharmamulti AstraZeneca. Diese beiden Kämpfe verbindet jedoch mehr als ein blosses Datum.

Marco 1 : Urbaniok 0

Ursprünglich hätte es heute am 5. Februar an der Zürcher Volkshochschule zu lautstarken Protesten gegen den Auftritt des obersten Knast Psychiaters Frank Urbaniok kommen sollen. Da Urbaniok sich die Hosentaschen diesmal jedoch nicht durch dubiose Geschäfte füllte, sondern den “Schiss” in die Hosen bekam, zog er es vor, seinen Vortrag klangheimlich schon zwei Wochen früher abzuhalten. Die im Vorfeld angekündigte Runde “Marco Camenisch vs. Urbaniok” geht somit an den Anarchisten, welcher seit über 20 Jahren vom bürgerlichen Staat in politischer Gefangenschaft gehalten wird und welcher endlich entlassen werden muss!

Urbaniok: Handlanger der Pharmaindustrie

Urbaniok geriet in den letzten Monaten verschärft auch in öffentliche Kritik: der Chefpsychiater des kantonalen Justizvollzugs in Zürich beitreibt innerhalb seines staatlichen Dienstes eine eigene Firma – die Profecta AG -, welche tatkräftig von Pharmafirmen gesponsert wird. Urbaniok wiederum verschreibt deren Medikamente (zwangsmässig) an seine Klienten. Unter Urbanioks Geldgebern findet sich auch der Pharmamulti AstraZeneca. Der global tätige Konzern ist der Hauptsponsor des jährlich stattfindenden internationalen Symposiums der forensischen Psychiatrie, dessen Veranstalter an vorderster Front auch Frank Urbaniok ist.

Freedom for the AstraZeneca Beagles!

Das Unternehmen AstraZeneca steht in Schweden derzeit unter Beschuss der Tierbefreiungsbewegung. Der Konzern ringt mit Umsatzeinbussen und sieht sich gezwungen zwei seiner Zucht- und Tierversuchseinrichtungen zu schliessen. Für 400 Beagles hat das Unternehmen in Schweden deswegen keine profitable Verwendung mehr. Anstatt aber die dortig gequälten und ausgebeuteten Hunde in die Obhut von TierrechlerInnen zu geben, versucht der Konzern auch noch die letzten Moneten aus den Tieren auszupressen. So steht AstraZeneca zurzeit mit HLS in Kontakt, um die 400 Beagles nach England an das grösste europäische Tierversuchslabor abzutreten. Wie viele andere Labore hat auch HLS zunehmend Mühe an neue Versuchstiere zu kommen. Nicht zuletzt durch die organisierten antikapitalistischen Kämpfe der Tierbefreiungsbewegung, welche Zuchtkonzerne von Versuchstieren und Logistikunternehmen wie Fluggesellschaften zum Einstellen ihrer blutigen Geschäftspraktiken bringen.

Wir haben am heutigen Aktions- und Solidaritätstag in Zug, am Gebäude des Schweizer Sitzes von AstraZeneca, ein Transparent in Solidarität mit Marco Camenisch und in Unterstützung des Kampfes in Schweden für die Freigabe der 400 Beagles durch AstraZeneca gehängt.

Für die Befreiung von Mensch und Tier!

Freedom for the AstraZeneca Beagles!
Freiheit für Marco Camenisch!

Blick Schlagzeile bringt für einmal richtige News!

Am 30.1. haben wir – verschiedene revolutionäre Kräfte – in den Städten Bern, Basel und Zürich ca. 500 Blick-Schlagzeilen mit folgendem Inhalt in öffentlichen Verkehrsmitteln befestigt: “Wieder Klassenkampf im Welschland! Privatisierung: Regierungsrat (NE) ruiniert Gesundheitssektor. Spital-Streik in Neuchâtel.”

Mit dieser Aktion solidarisieren wir uns mit den Streikenden vom Spital La Providence in, die seit November im unbefristeten Streik für den Gesamtarbeitsvertrag (GAV) CCT21 kämpfen. Genolier, ein privates Spitalunternehmen, welches das Spital im Dezember 2012 kaufte, verlangt die Kündigung des GAV, ansonsten wollen sie vom Kauf zurücktreten.

Fällt der GAV weg, sind massive Lohneinbussen, Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, Entlassungen und Auslagerungen von Dienstleistungen garantiert. Nun sollen alle Streikenden entlassen werden, statt Genolier! Die Regierung Neuchâtels zeigt auf welcher Seite sie steht: und dies ist nie die der ArbeiterInnen, sondern des “Wirtschaftsstandorts” und des Kapitals.

Dass dieser Streik ausgerechnet im Gesundheitssektor stattfindet, ist wohl kein Zufall: Nach der Einführung der Fallkostenpauschalen geht die Ökonomisierung und Privatisierung der Gesundheit nun in eine weitere Runde.

Die Streikenden – ob sie gewinnen werden oder nicht – zeigen grossen Mut und verdienen unsere Solidarität.

Solidarität mit den Streikenden!
Keine Entlassungen der Streikenden!
Keine Privatisierung der Gesundheit!
Streik und Klassekampf statt Sozialpartnerschaft und Arbeitsfrieden!

Infos zum Streik:
Homepage der Streikenden: www.solidarite-laprovidence.ch
Facebookgruppe der Streikenden: www.facebook.com/groups/280137895422834/
Aktuelle Informationen auf Deutsch: www.aufbau.org

Weisse Wand am Hauptbahnhof in Zürich? Nicht mit uns!

Das Revolutionäre Bündnis Zürich hat heute am frühen Abend die weisse Bau-Wand am HB bei der Sihlpost diverse Plakate und Bilder gekleistert. Ein politischer Farbtupfer am Feierabend sozusagen. Auf den Plakaten, Bildern und Schriftzügen waren unter anderem Anti-WEF Parolen zu lesen, aber auch zum internationalen Frauenkampftag am 8. März und dem Streik in einem Spital in Neuchatel!

Veranstaltung zu Marco Camenisch

Im Rahmen der aktuellen Anti-WEF Kampagne findet am Montag, 21. Januar 2013 um 19 Uhr im Volkshaus in Zürich eine Veranstaltung zu:

“Marco Camenisch vs. Urbaniok” statt:

Die internationale Verschärfung gegen ungebrochene politische Gefangene, warum kommen sie nicht raus, wer spielt welche Rolle bei Marco:

DISKUSSION MIT ANWALT BERNARD RAMBERT

mit Ausstellung zu Marcos Geschichte von ital. AnarchistInnen

Gemeinsam gegen den Auftritt Urbanioks an der Volkshochschule (Universität) am 5.Febaruar 2013.

Jetzt erst recht: SMASH WEF!

Sie können es nicht lassen: Auch dieses Jahr treffen sich in Davos allerlei Wirtschaftsbosse mitsamt ihrem Hofstaat aus Journalisten, Intellektuellen und RegierungsvertreterInnen, um grossspurig über die Gestaltung der Welt, die Herausforderungen unserer Zeit usw. zu schwadronieren. Diesmal treffen sie sich unter dem Motto „widerstandsfähige Dynamik“, es geht also um die Frage, wie das Wirtschaftssystem gegen aktuelle Bedrohungen abgesichert werden kann. Von einer „globalen wirtschaftlichen Malaise“ ist da die Rede, von „plötzlichen Schocks“, denen es zu trotzen gelte. Es zeigt sich: Die Zeiten, in denen am WEF so richtig grosse Töne gespuckt wurden, sind fürs Erste vorbei. In den letzten Jahren beschworen sie noch „die grosse Transformation“ und „gemeinsame Normen für eine neue Realität“, dieses Jahr gehen sie in die Defensive. Die selbsternannten Führungseliten sind in Bedrängnis. Tatsächlich brodelt es in verschiedenen Teilen der Welt wie schon lange nicht mehr. Doch was für die Leute vom WEF eine Bedrohung darstellt, kann für uns eine Perspektive sein: eine Gegenmacht, die sich dem Kapital und seinen Repräsentanten in den Weg stellt.Bei den grossen Streiks in Südafrika, Spanien und Italien, beim Widerstand gegen die Sparprogramme in Griechenland, England und Portugal, überall zeigt sich: Die Leute wehren sich, sie bauen Druck von unten auf. Und ihre Kämpfe finden nicht isoliert statt; sie nehmen Bezug zueinander und vernetzen sich.

Auch in der scheinbar ruhigen Schweiz regt sich Widerstand. Es gab im vergangenen Jahr in verschiedenen Schweizer Städten entschlossene Kämpfe, ob am 1. Mai, am Frauenkampftag oder bei Demonstrationen gegen Repression und Gentrifizierung. Im Gesundheitswesen hat sich in der letzten Zeit gezeigt, dass es auch mit dem vielbeschworenen Arbeitsfrieden hierzulande nicht immer so weit her ist: Das Pflege- und Reinigungspersonal verschiedener Spitäler hat sich gegen die Angriffe auf seine Lebensbedingungen zum Teil erfolgreich zur Wehr gesetzt.

All diese Kampffelder wollen wir in unserer Anti-WEF-Kampagne aufgreifen. Vom 18. bis zum 19. Januar gibt es in der besetzten Binz ein Winterquartier mit Veranstaltungen, Diskussionen und einer Ausstellung. An der Aktionswoche gegen das Wef vom 18.-26. Januar gibt es viele Möglichkeiten, den Widerstand auf die Strasse zu tragen. Nehmt daran teil! Machen wir den Bonzen den Garaus!

SMASH WEF!

GEGEN STAAT UND KAPITAL –

WIDERSTAND IST ÜBERALL!

Anti-WEF Aktionstage vom 18. bis 27. Januar

Die überregionale Aktionswoche gegen das Wold Economic Forum
2013 beginnt mit mehreren Veranstaltungen (und mehr) in der
Binz in Zürich (Üetlibergstr. 111)!

Freitag , 18. Januar
19-21h
WEF und Krise des Kapitalismus – Das WEF in der Krise. Ein
Spiegelbild des maroden, perspektivenlosen Zustands des
Kapitalismus.
Vom WEF nach Südeuropa (Griechenland und Italien) und zurück.
Veranstaltung mit zwei Gästen aus dem griechischen Widerstand.

Samstag, 19.Januar
15-17h
WEF und Stadtentwicklung BINZ bleibt BINZ! Von der aktuellen
Situation bis zur Räumung. Verbindung zwischen WEF, Kapitalexport
und der Stadtentwicklung am Beispiel der Übernahme von Steiner
durch indischen Immobilieninvestor.

18-20h
Repression: Angriff und Schutz Zwischen Aussageverweigerung,
Strafbefehlen und abgekürzten Verfahren: Ein Widerspruch? Was tun ?
Spiess umdrehen! Diskussion mit Anwalt Marcel Bossonet und Betroffenen.
Tipps und Tricks zur Repression auf der Strasse. Samstag 19.1. Film:
9 Tage hinter den Barrikaden Als 1987 in Kopenhagen ein besetztes
Haus geräumt werden soll, kämpfen die BewohnerInnen neun Tage lang dagegen.

Ab 20.30h Konzert, mit 99% wahrscheinlichkeit Live: Dä Pöbel, Wrung $ Kid, Melodisinfonie und den DJs: Lazy Mood, Vatsgoed & Fez Momo

Durchgehend:
Austausch, Transpimalen, Infos, Essen, Trinken, …
Austellung zu Marcos Geschichte von italienischen AnarchistInnen.

Das Anti-WEF-Programm in Basel: Vom WEF nach Südeuropa
und zurück. Veranstaltung mit zwei Gästen aus dem griechischen
Widerstand. Samstag 19. Januar, 19h, Gewerkschaftshaus Basel

Montag 21. Januar 19h Volkshaus Zürich
Marco vs. Urbaniok. Die internationale Verschärfung gegen ungebrochene
politische Gefangene, warum kommen sie nicht raus. Wer spielt welche
Rolle bei Marco: Diskussion mit Anwalt Bernard Rambert.

Gemeinsam gegen den Auftritt Urbanioks an der Volkshochschule
(Universität Zürich) am 5. Februar.

www.aufbau.org www.rjz.ch www.binzbleibtbinz.ch

Freiheit für den Gefangenen vom NT-Areal!

Erinnerst du dich noch an die Party Anfang Juni auf dem NT-Areal? Mehr als tausend Menschen, gute Stimmung, Musik, Feiern bis in die Morgenstunden…

Sicher hast du damals mitbekommen, dass im Anschluss mehrere Leute von der Polizei verhaftet, Material beschädigt und beschlagnahmt und Schläge, Pfefferspray und Beleidigungen verteilt wurden. Einer der Verhafteten sitzt immer noch! Mehr als drei Monate nach der Party!

Ihm wird vorgeworfen, an einem Gerangel mit einem Zivilfahnder teilgenommen zu haben. Und nun sagen sie, es bestehe Wiederholungsgefahr.

Es ist klar, dass hier nur politische Gründe dahinter stecken. Er sitzt weiterhin – und wohl

noch lange – im Knast, weil sie uns einschüchtern wollen,

  • damit wir endlich aufhören, den öffentlichen Raum zu beanspruchen;
  • damit wir uns nicht organisieren und gegen Ungerechtigkeiten zur Wehr setzen;
  • damit Fussballfans, HausbesetzerInnen, Partyleute, Flüchtlinge, QuartierbewohnerInnen usw. aufhören, sich für ihre Interessen einzusetzen;
  • damit wir uns bedingungslos der Macht von Staat, Wirtschaft und Polizei unterwerfen.

     

 

Lassen wir uns das nicht bieten!

Wehren wir uns gemeinsam dagegen!

 

Demo am 29. September 12, 13.30 Uhr, Barfüsserplatz Basel

Info- und Filmveranstaltung zur Mobilsierung gegen den Aufmarsch rechter Christen!

Title: Info- und Filmveranstaltung zur Mobilsierung gegen den Aufmarsch rechter Christen!
Location: Volkshaus Zürich
Description:
Film: Abortion democracy
Der Film vergleicht die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen bezüglich des Schwangerschaftsabbruchs in den Ländern Polen und Südafrika. Anhand von Interviews mit Aktivistinnen, Gesundheitspersonal und betroffenen Frauen gibt der Film einen
Überblick auf internationale Verhältnisse in Bezug auf den Schwangerschaftsabbruch und stellt die Zugänglichkeit zu sicheren und legalen Abbrüchen in den Kontext von Ökonomie, gesellschaftliche Moralvorstellungen und sozialen Zwängen.

Anschliessend Infos zur Mobilisierung gegen den «Marsch fürs Läbe» und Diskussion

Start Time: 20:00
Date: 2012-09-07
End Time: 22:00